Was ist Westernreiten?

Der Unterschied zwischen der „englischen“ (klassischen) Reitweise und der Westernreitweise liegt hauptsächlich im Ziel der Ausbildung. Ziel der klassisch-englischen Dressur ist die starke Versammlung (Pferd trägt sich selbst) des Pferdes und die Kontrolle jeder einzelnen Bewegung durch den Reiter. Das Kunstreiten in den Dressuren der gehobenen Klasse ist zwar auf den natürlichen Bewegungsabläufen des Pferdes aufgebaut, aber aufgrund des komplizierten Zusammenspiels der Hilfen schwer zu erlernen.

 

Das fertig ausgebildete Westernpferd dagegen ist vorrangig ein Arbeitspferd, welches durch die Ausbildung zu einem selbständigen Mitarbeiter des Reiters erzogen wird. Es soll mit einem Minimum an Hilfen seitens des Reiters auskommen und trotzdem jederzeit dessen absoluter Kontrolle unterliegen.

 

Aus diesen Forderungen resultiert beim Westernreiten das Reiten am losen Zügel sowie die einhändige Zügelführung auf Kandare beim fertig ausgebildeten Pferd. Auch der angestrebte losgelassene Gleichgewichtssitz des Reiters, der Rücken und Schenkel nur bei Bedarf einsetzt und sich ansonsten eher tragen lässt, statt das Pferd laufend an die Hand heranzureiten, ist typisch für das Westernreiten.

 

Wie in der „englischen“ Reitweise wird das Pferd mit Trense und beidhändiger Zügelführung angeritten und erst dann beim Westernreiten langsam auf die einhändige Zügelführung im Bit umgestellt.

 

Meerschweinchen-Ranch