Nervenstärke, Athletik, Ausdauer und Schnelligkeit

Westernreiten ist der Reitstil der Cowboys, denen das Pferd nicht nur Freund und Partner, sondern auch wichtigstes Arbeitsmittel war. Die typischen Rancharbeiten machten besondere Qualitäten eines Pferdes erforderlich: Nervenstärke, Schnelligkeit und Ausdauer.

 

Typisches Merkmal der Sportart ist das einhändige Reiten am losen Zügel. Die Hilfen des Reiters sind denkbar leicht. Der Horseman dirigiert seinen Partner nur mit Schenkelimpulsen und Gewichtsverlagerungen. Der Maulkontakt über den Zügel dient nur der Feinabstimmung. Wird der lose Zügel an die eine Seite des Halses angelegt, bewegt sich das Pferd in die entgegengesetzte Richtung.

 

Vieles erledigen die Westerneiter allein mit der Stimme. Ein langgezogenes „Whoa“ und das Pferd bleibt stehen. Und das auch in vollem Galopp. Dann kommt es zu so genannten „Sliding Stops“, bei denen das Pferd locker einige Meter auf der Hinterhand gleitet.

 

Quarter Horses, Appaloosas und Paint Horses sind die drei typischen Westernpferderassen. Zwar ist Westernreiten grundsätzlich auf Pferden aller Rassen möglich, doch bringen diese speziellen Rassen die besten Voraussetzungen mit. Sie sind in der Regel kleiner (ideales Stockmaß 1,50 bis 1,55 Meter), muskulöser und kompakter und nervenstärker als hiesige Pferde.

 

Das Quarter Horse erhielt seinen Namen übrigens nach einem amerikanischen Freizeitvergnügen, das schon die Siedler zu Kolonialzeiten genossen: Pferderennen über „a quarter of a mile“, etwa 400 Meter. Besonders erfolgreich waren Tiere, die aus der Kreuzung zwischen den Mustangs der Indianer und europäischen Vollblütern entstammten. Eine extrem muskulöse Hinterhand lässt manche Quarter Horses die 400 Meter in knapp 22 Sekunden sprinten. So schnell ist auf kurzer Distanz kein anderes Pferd der Welt!

 

Meerschweinchen-Ranch